Labor-Ausstattung

Point-of-care-Diagnostik

Hinter diesem Wortungetüm verbirgt sich eine neue "Philosophie" in der Laborarbeit. Da viele Untersuchungsergebnisse im Labor mehrere Tage zur Übermittlung an den Arzt benötigen, stehen viele Ergebnisse nicht schnell genug zur Verfügung.

Oft muss nur aus diesen Gründen in ein Krankenhaus eingewiesen werden. 

Point-of-care bedeutet, dass die Untersuchung, die Durchführung und die Ergebnisablesung im Beisein es Patienten erfolgt.

Unser Praxislabor stellt Ihnen folgende Untersuchungsmethoden zur Verfügung:

a) Gerinnungsmessung

Mit der Einführung des CoaguChek® XS Gerätes hat sich unser Gerinnungslabor wesentlich vereinfacht. Mussten wir noch letztes Jahr ein 2ml-Röhrchen aus der Ellenbogenvene abnehmen und in das Labor schicken, so genügt heute ein kleiner Tropfen aus der Fingerbeere (10 µl). Das Ergebnis steht innerhalb einer Minute zur Verfügung.

Jeder eingeführte Teststreifen wird durch die integrierte Qualitätskontrolle vor Messung auf seine Brauchbarkeit hin überprüft, um zuverlässige Ergebnisse zu gewährleisten.

b) CRP-Schnelltest

Dieser Test ist hilfreich, um eine Unterscheidung zwischen bakteriellem und viralem Infekt zu treffen. Dies ist gerade in einer naturheilkundlich geführten Praxis wichtig, um keine unnötigen Antibiotika-Behandlungen durchführen zu müssen.

Der Test ist einfach und ohne apparativen Einsatz durchzuführen. Etwas Blut aus der Fingerbeere wird auf einen Teststreifen aufgebracht. Nach wenigen Minuten steht das Ergebnis zur Verfügung.

c) Thrombose-Schnelltest

Der D-Dimer-Thrombose-Schnelltest wird in der Praxis immer dann durchgeführt, wenn der Arzt nach der klinischen Untersuchung eine tiefe Beinvenenthrombose oder Lungenembolie vermutet.  

  • Ein erhöhtes D-Dimer sagt wenig aus, es ist kein aussagekräftiger Hinweis auf das Vorliegen einer Thrombose. Sehr viele andere Erkrankungen können das D-Dimer im Blut erhöhen.

d) Herzinfarkt-Schnelltest

Troponin T-Schnelltest: Die Bestimmung des aus dem Herzen kommenden Troponins im Blut ermöglicht eine sicherere Diagnose des Herzinfarktes und eine Erkennung kleinerer Herzmuskelschädigungen.

e) Krebsvorsorge-Schnelltest NMP22 (Blasenkrebs)

Der NMP 22 Test erkennt rund 75 bis 80 Prozent aller Patienten mit einem Blasenkarzinom

Für die frühzeitige Selektion von Patienten mit möglichem Blasenkarzinom steht ein einfach durchzuführender, hochsensitiver Urintest zur Verfügung. Eine rechtzeitige Diagnose des Tumors und eine entsprechende Therapie trägt entscheidend zur Überlebensrate des Patienten bei. Blasentumore haben eine hohe Rückfallhäufigkeit (bis zu 70%), deswegen sind Kontrolluntersuchungen nach einer Operation von entscheidender Bedeutung zur Rezidivkennung.

NMP22 EIA - FDA-zugelassen für das Tumorscreening

Der Tumormarker NMP22-EIA ist ein von der FDA (U.S. Food and Drug Administration) - neben der Therapieüberwachung – auch für Screeningzwecke zugelassener Test auf Karzinome urothelialen Ursprungs. NMP22 ist damit nach dem PSA-Test weltweit der zweite Tumormarker, der wegen erwiesener diagnostischer Bedeutung die FDA-Zulassung für diese Indikationen erhielt! 

  • NMP22 ist ein einfacher Urintest zur Früherkennung eines Blasentumors und eignet sich besonders zum Screenen von Risiko- sowie der Kontrolle von Krebspatienten in der Praxis des Urologen.
  • NMP22 diagnostiziert auch Tumore des oberen Urogenitaltraktes, die bei einer Blasenspiegelung nicht eingesehen werden können.
  • NMP22 Ergebnisse sind, unter Berücksichtigung der Ausschlusskriterien, sehr tumorspezifisch. 

f) Krebsvorsorge-Schnelltest M2PK (Darmkrebs)

 

Mit dem ScheBo® • M2-PK™ Stuhltest werden etwa 85% aller Tumoren bei einmaliger Testung entdeckt. Das sind deutlich mehr als die maximal 30 % mit dem herkömmlichen Blut-im-Stuhltest.

Auch Darmpolypen lassen sich mit diesem Test nachweisen.

g) Helicobacter pylori-Schnelltest

Infektionen mit H. pylori werden für eine Reihe von Magenerkrankungen verantwortlich gemacht, die mit einer verstärkten Sekretion von Magensäure einhergehen.

Darunter fallen beispielsweise die Typ B-Gastritis, etwa 75% der Magengeschwüre und praktisch alle Zwölffingerdarmgeschwüre. Die Untersuchung auf eine Infektion mit H. pylori ist daher heute ein wesentlicher Bestandteil der Diagnostik von Magenerkrankungen. Eine chronische Infektion mit H. pylori ist ein Risikofaktor für die Entstehung des Magenkarzinoms und des MALT-Lymphoms. Aus diesem Grund hat die WHO H. pylori 1994 in die Gruppe I der definierten Kanzerogene eingeordnet.

Folgende Oberbauchbeschwerden können auf eine Helicobacter pylori-Infektion hinweisen:

  • Brennen
  • Druck
  • Dyspepsie (Reizmagen), mit Beschwerden wie Sodbrennen, Blähungen etc.
  • Hyperhomocysteinämie/Vitamin-B12-Mangel des alten Menschen 
Alte Menschen mit H.-pylori-Infektion haben häufig einen Vitamin-B12-Mangel und dadurch hohe Homocystein-Werte. Nach einer Eradikation (Antibiotikatherapie) normalisieren sich die Homocystein-Spiegel
Dr. med. Andreas Hartmann

Dr. med. Andreas Hartmann

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